Anschlag Berlin oder wenn die Behörden versagen

BUNDESWEITE #FAHNUNG NACH LKW-ANSCHLAG
Die Schreckensnacht von Berlin: Am Montag steuerte mutmaßlich Amri einen polnischen Sattelschlepper auf den #Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in #Berlin, raste durch die Buden. Zwölf Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.

Der #Tunesier Anis Amri kam im Juli 2015 über Freiburg nach Deutschland. In der Folge zeigte er sich laut NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) „hoch mobil“, hielt sich in Baden-Württemberg, in Berlin und in Nordrhein-Westfalen auf. Ob er irgendwo registriert wurde – unklar.

Anfang 2016 wurden Sicherheitsbehörden erstmals auf Anis Amri aufmerksam: Er tauchte bei Hassprediger Boban S. in Dortmund auf. Die LKA-Ermittler in NRW waren alarmiert, weil er als Flüchtling eingereist und bereits zu diesem Zeitpunkt mit mehreren Identitäten unterwegs gewesen war.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD): „Seit Februar 2016 hatte der Verdächtige seinen Lebensmittelpunkt überwiegend in Berlin, zuletzt war er nur kurz in NRW.“ In der Hauptstadt gab er offenbar falsche Personalien an: So sei er laut Bericht von „Spiegel Online“ als Ahmad Z. oder Mohamed H. aus Ägypten erfasst gewesen. Teilweise habe er auch angegeben, aus dem Libanon zu stammen.

In Berlin war Amri offenbar als #Drogendealer im Görlitzer Park unterwegs! Laut einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Berlin wurden verdeckte Maßnahmen eingeleitet, weil die Sicherheitsbehörden des Bundes gewarnt hatten: Amri wolle einen Einbruch begehen, um automatische Waffen zu besorgen und damit einen Anschlag zu planen! Der Vorwurf ließ sich aber nicht erhärten, im September wurde die Observierung eingestellt.

Früh hatten die #Antiterrorfahnder den Verdacht, dass Amri hier in Deutschland einen Anschlag plant. Er reiste weiterhin mit seinen verschiedenen Identitäten zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin hin und her. Ein Ermittler: „Aber angeblich reichten die Beweise nicht aus, ihn in Haft zu nehmen.“

Ein Antiterrorfahnder zu BILD: „Amri suchte nach unserer Kenntnis bereits im Frühjahr 2016 Mittäter für einen Anschlag, interessierte sich auch für Waffen.“ Bei einem Informanten des LKA wollte er demnach eine Pistole kaufen – trotzdem wurde er nicht festgenommen!

Im April 2016 beantragte Anis Amri im Landratsamt von Kleve (NRW) #Asyl, wurde anschließend einer Flüchtlingsunterkunft im nahe gelegenen Emmerich zugeteilt.

Festnahme in Berlin, allerdings nur vorübergehend! Amri wurde bei seiner Ankunft mit einem Fernbus im Sommer 2016 in Berlin festgenommen – aber schnell wieder laufen gelassen!

Im Juni 2016 wurde der heute 24-Jährige als Asylbewerber abgelehnt. Am 30. Juli soll er mit Beschluss des Amtsgerichts Ravensburg in Abschiebehaft genommen worden sein, berichtete „Spiegel Online“. Er konnte aber nicht abgeschoben werden. Grund: Er hatte keine gültigen Ausweispapiere bei sich.

Nach BILD-Informationen hatte Deutschland bei Tunesien vor etwa zwei Monaten eine sogenannte Passersatzbeschaffung angefragt – damit die Abschiebung durchgeführt werden kann. Doch Tunesien lehnte ab. Grund: Ein Anis Amri war dort angeblich unbekannt.

Amri wurde von den Behörden seit November als „Gefährder“ eingestuft! Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) von Bund und Ländern habe sich im November 2016 mit Anis Amri befasst, sagte NRW-Innenminister Jäger (SPD). Die einzelnen Sicherheitsbehörden hätten ihre Erkenntnisse dort ein letztes Mal ausgetauscht.

  1. Dezember 2016: Es ist mutmaßlich Amri, der den gestohlenen Lkw einer polnischen Spedition in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin lenkte – elf Besucher starben, 48 wurden zum Teil schwer verletzt.

Die für die Abschiebung Amris wichtigen tunesischen Ausweispapiere trafen schließlich doch noch bei den deutschen Behörden ein – am Mittwoch, zwei Tage nach der tödlichen Lkw-Attacke.

 

Quelle: Bild.de

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Berufskraftfahrer a.D., Familienvater, AfD Mitglied, Webdesigner. Nach einem schweren Arbeitsunfall musste ich den Beruf des Fernfahrers aufgeben und widme mich jetzt der wahrheitlichen Berichterstattung. Hart - aber Fair und ungeschminkt, auch wenn die Wahrheit nicht immer als "leichte Kost" zu verstehen ist!

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