Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Berlin – IS übernimmt Verantwortung

An der Berliner Gedächtniskirche fährt ein Lkw auf den Weihnachtsmarkt. Nach Polizeiangaben gibt es mindestens neun Tote und Dutzende Verletzte. Ein Verdächtiger wurde verhaftet. Ein Beifahrer im Lkw soll tot sein.

Bei einem Anschlag im Juli in Nizza waren 86 Menschen ums Leben gekommen, als ein Terrorist mit einem Lastwagen über die Uferpromenade der Mittelmeermetropole fuhr. Für diesen Anschlag hatte die Terrormiliz Islamischer Staat die Verantwortung übernommen.

Bei einem mutmaßlichen #Anschlag mit einem Lastwagen auf einen #Weihnachtsmarkt an der #Gedächtniskirche in #Berlin sind mindestens neun Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 50 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Der schwarze Lastwagen war über den Gehweg am Breitscheidplatz in der City West gefahren und hatte mehrere Buden zerstört.

Laut Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen. Derzeit werde geprüft, ob es sich um den Lkw-Fahrer handle, schrieb die Polizei bei Twitter. Ein weiterer Verdächtiger ist laut Polizei tot. Über die Todesursache des Mannes, der im Führerhaus des Lastwagens auf dem Beifahrersitz saß, ist demnach zunächst nichts bekannt. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben.

Nach der Verhaftung es Mannes schrieb die Polizei auf Twitter, dass es derzeit „keine Hinweise auf weitere gefährdende Situationen in der City nähe Breitscheidplatz“ gebe.
Die Polizei richtete eine Personenauskunftstelle für Nachfragen und Hinweise ein, die unter folgender Nummer erreichbar ist: 030-54023111.

LKA übernimmt Ermittlungen

Ob der Vorfall einen terroristischen Hintergrund hat, ist bislang völlig offen. Nach Angaben von Bundesjustizminister Heiko Maas übernimmt Generalbundesanwalt Peter Frank die Ermittlungen. Auch das Berliner Landeskriminalamt war vor Ort.

Der Lastwagen mit polnischem Kennzeichen fuhr nach Polizeiangaben auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt zwischen den Ständen durch und verletzte dabei auch Menschen. Der Lastwagen kam auf der Budapester Straße zum Stehen. Der Fahrer flüchtete zunächst Richtung Zoo.

Der Sattelschlepper war vorne stark demoliert. Er stand nach dem Anschlag vor dem Hochhaus des Waldorf-Astoria-Hotels, wie ein dpa-Fotograf berichtete. Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren am Ort des Geschehens. Das Gelände wurde abgesperrt, Passanten wurden nur noch vom Weihnachtsmarkt gelassen.

Ein Live-Video auf der Facebook-Seite der „Berliner Morgenpost“ zeigte zerstörte Buden auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Ein dpa-Fotograf berichtete von Polizisten mit Maschinenpistolen.

De Maiziere bietet Hilfe der Bundespolizei an

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist wegen des möglichen Anschlags in Kontakt mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert bei Twitter mit. „Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann“, schrieb Seibert weiter.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere bot dem Land Berlin jegliche Unterstützung durch die Bundespolizei an. „Ich wurde unmittelbar nach dem schrecklichen Vorfall auf dem Berliner Weihnachtsmarkt unterrichtet“, erklärt der Minister. „Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls.“

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Berufskraftfahrer a.D., Familienvater, AfD Mitglied, Webdesigner. Nach einem schweren Arbeitsunfall musste ich den Beruf des Fernfahrers aufgeben und widme mich jetzt der wahrheitlichen Berichterstattung. Hart - aber Fair und ungeschminkt, auch wenn die Wahrheit nicht immer als "leichte Kost" zu verstehen ist!

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